COVID-19 BEI UNSEREN MITGLIEDERN

Aktualisiert: Juni 29

Die vergangenen Wochen waren für alle Branchen eine Herausforderung. Wir haben vier unserer Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen gefragt, wie sie die Zeit erlebt haben.



Dorfladen Dintheer, Marbach Nadja Dintheer Wie habt ihr die ausserordentliche Lage der Schweiz erlebt? Hattet Ihr Einbussen? Die Corona-Situation ist für alle Neu. Von den Behörden wurde die Lebensqualität und die Bewe-gungsfreiheit der Bevölkerung stark eingeschränkt. Schutzmass-nahmen für den täglichen Einkauf wurden erstellt. Unser Dorfladenhatte keine Einbussen zuverzeichnen; im Gegenteil,die Kundenfrequenz ist im Le- bensmittel- und im Postbereich gestiegen. Ebenfalls nutzten viele ältere Kunden unseren Hauslieferdienst.

Wie geht’s weiter? Was bleibt von den Massnahmen? Für die weitere Zukunft wünschen wir uns, dass die gestiegene Kundenfrequenz bleibt. Viele ältere Menschen schätzen unser Angebot an Lebensmittel, und wir freuen uns, dass sie wieder selber bei uns einkaufen dürfen. Die Bitte sich vor und nach dem Einkauf die Hände zu desinfizieren wird beibehalten. Wir versuchen stets den Bedürfnissen unserer Kundschaft gerecht zu werden und freuen uns über jeden Besuch.


GRAFiti Reisen, Rebstein Sybille Graf Wie hast du die ausserordentliche Lage der Schweiz erlebt? Hattet Ihr Einbussen? Es war nicht nur eine ausserordentliche Lage der Schweiz, sondern WELTWEIT. Die Welt steht still! Länder machen dicht, Flughäfen schliessen, Flüge gibt es keine mehr – WOW! Wo sind meine Kunden. Zurückkommen, ausharren – gefordert waren und sind wir immer noch. Bezahlt sind wir nicht. Dieser VIRUS ist schlimmer als alles, was ich jemals in meiner 28jährigen Reiseberater Tätigkeit geschäftlich erlebt habe. Die Saison 2020 ist gelaufen, ich arbeite dieses Jahr praktisch gratis.


Wie geht’s weiter? Was bleibt von den Massnahmen? Die Massnahmen im Einzelhandel haben für mich keine Auswirkungen. Die weltweiten Massnahmen von jetzt bis später, Quarantäne, Einreise möglich ja-nein, Reisen sicher, wie fliege ich, etc. – das ist einschneidend, nicht nur heute sondern auch für die Reisen von morgen. Es ist schwierig, was sein wird – Gott alleine weiss es.



Restaurant Traube, Rebstein Frau Maria Mulas Wie habt ihr die ausserordentliche Lage der Schweiz erlebt? Hattet Ihr Einbussen? Im Kopf war es klar und doch waren wir total geschockt. Ich war wie in einem Glas-haus gefangen,völlig blockiertund konnte nichtreagieren, es war eine schreck-liche Zeit! Erstnach einiger Zeitkonnte ich michdagegen weh-ren. Mein Mannund ich botenTake-Awayan. Das wareine sinnvolleBeschäftigung,sodass ich weniger Kopf-Kino hatte, obwohl es nicht kostendeckend war. Auch fehlten uns unsere Gäste sehr. Aber so taten wir hoffentlich etwas Gutes und hatten ein bisschen Kontakt zu unseren Gästen. Von hundert auf null, das ist nun mal beängstigend – keine Einnahmen und trotzdem Betriebskosten. Man sorgt sich ums Personal und die ganzen laufenden Kosten.

Wie geht’s weiter? Was bleibt von den Massnahmen? Wir machen das Beste aus der Situation. Viele haben immer noch Bedenken wegen Covid-19, und gerade darum werden wir weiterhin auch Take-Away anbieten. Zudem wird es dieses Jahr keine oder nur verkürzte Sommerferien geben, denn wir wollen diese Krise überstehen. Abstand und Hygiene- vorschriften sowie andere Massnahmen werden uns wohl noch weiterhin begleiten.



Blumeria, Marbach Karin Baumgartner Wie habt ihr die ausserordentliche Lage der Schweiz erlebt? Hattet Ihr Einbussen? Ja klar, wenn jemand fremdes bestimmt, dein Blumenladen bleibt zu, war es schon befremdlich. Doch wir steckten unsere Köpfe nicht in Blumenerde und blieben kreativ. Nachdem klar war, dass wir doch noch Blumen bekommen, haben wir auf Selbstbedienung umgestellt. Doch nach einer Woche rauchten unsere Köpfe wieder als der Bund eine reine Selbst- bedienung verbot. Nach dem ganzen Be- hördenwirrwarr haben wir von Festzeit.ch ein Piaggio ausgeliehen (sie konnten ja auch an keine Events). Dieses haben wir dann mit unseren Bestellungen bestückt, oder ausgeliefert. Unser grosser Garten, das schöne Wetter und die Unterstützung der Leute haben uns geholfen über diese Zeit zu kommen.

Wie geht’s weiter? Was bleibt von den Massnahmen? Die geschlossene Zeit konnten wir gut über- brücken, doch uns fehlen natürlich die gesam- ten Einnahmen aus der Event- und Hochzeits- branche, welche ein Drittel vom Jahresumsatz ausmachen. Wir hoffen, dass es schnell wieder aufwärts geht und die Leute uns auch im Som- mer unterstützen und in den Laden kommen.

Gewerbe- und Industrieverein Rebstein-Marbach • Bahnhofstrasse 3 • 9437 Marbach

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